'Wirtschaftswunder', 'Wohlstand für Alle' und 'Zeitenwende' - Wie Parolen Politik machen Bruno Preisendörfer erzählt 80 Jahre deutsche Geschichte neu. Ob Rentenfrage,
Migration, Klimawandel oder Frauenfußball: Mit klugem Witz und erzählerischem Gespür zeigt Preisendörfer, wie die Parolen und Entscheidungen von gestern die Realität von heute formen. Wer hat nicht
sofort den Sound von John F. Kennedys legendärem 'Ich bin ein Berliner' im Ohr - ein Satz, der wie ein spontanes Bekenntnis wirkte, tatsächlich aber im Büro von Willy Brandt sorgfältig geprobt wurde.
Ganz anders: Günter Schabowskis legendäres 'sofort, unverzüglich', das 1989 den Mauerfall einleitete - und Honeckers vollmundige Behauptung, die Mauer werde 'in 50 oder 100 Jahren noch stehen', Lügen
strafte. Preisendörfers Buch öffnet überraschende Perspektiven auf bekannte Wendepunkte und dekonstruiert Mythen wie das 'Wirtschaftswunder' oder das 'Wunder von Bern'. Ein kluges und unterhaltsames
Buch - für alle, die Geschichte neu lesen wollen.
Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend
komischer und tief berührender Roman über die Jagd nach dem Glück und die mitunter schwer zu findende Leichtigkeit des Seins. Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden.
Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist - aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird - zu Alex Grow,
dem berühmten Seelenflüsterer. Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall
winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen - bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die
sie erahnen lassen, was im Leben wirklich zählt.
Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint, seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte. Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat. In diesem großen Werk der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen; es lässt eine einzigartige Liebes- und Lebensgemeinschaft wiedererstehen, die des legendär gewordenen Autorenpaars aus Brooklyn.
Sie ist endlich alt genug. Alt genug für bequeme Unterwäsche und für unbequeme Wahrheiten. Sie lacht nicht mehr über jeden blöden Witz. Sie weiß, wohin sie
nicht gehört und ist so frei wie nie. Frei, zu bleiben. Frei, zu gehen. Manchmal wünscht sie sich , sie wäre schon früher so alt und so mutig gewesen wie jetzt. Aber es hilft ja nichts. Reifen kann
man nur mit der Zeit. Auch für dieses Buch musste sie erst alt genug werden: Ildikó von Kürthy hat sich in innere und äußere Ausnahmezustände begeben, hat eine Menge Mut aufgebracht, ist immer wieder
gescheitert, hat sich als Topmodel beworben, sich vom Grab ihrer Eltern verabschiedet und ist nachts in New York sich selbst begegnet. In diesem Buch feiert Ildikó von Kürthy die Kraft der
Lebensmitte, das Wunder des Mittagsschläfchens und das kostbare Gefühl, dass wir mit all unseren Ängsten, Ideen, Zweifeln, den schmerzhaften Abschieden und der wuchtigen Gleichzeitigkeit von Licht
und Schatten nicht alleine sind. Alt genug ist ein Buch voller Erkenntnisse und Bekenntnisse.